Kraft ersetzt keine Dichtung

Die Filterpatrone ist im Spülenunterschrank über einen Flexschlauch an das Eckventil angeschlossen (links); die Leckage liegt an der Überwurfmutter (rechts) am Ausgang der Patrone.
Die Filterpatrone ist im Spülenunterschrank über einen Flexschlauch an das Eckventil angeschlossen (links); die Leckage liegt an der Überwurfmutter (rechts) am Ausgang der Patrone.

In der Küche und im Gastraum einer Bar verteilte sich Wasser auf dem Parkett. Die Leckageortung führte zum Spülenunterschrank, in dem eine Entsalzungspatrone an das Eckventil angeschlossen war.

An der Ausgangsseite führte ein Kunststoffschlauch von der Patrone zum Geschirrspüler. Das Wasser trat an der Überwurfverschraubung zwischen Patrone und Schlauch aus.

An der Kunststoffmutter sind ausgeprägte Werkzeugspuren zu erkennen.
An der Kunststoffmutter sind ausgeprägte Werkzeugspuren zu erkennen.

Etwa drei Wochen vor dem Schadeneintritt hatte ein Servicetechniker die Patrone gewechselt und dabei einen Mangel durch einen Fehler zu kompensieren versucht: An der Kunststoffmutter, die auf dem zweiten Foto zu sehen ist, befinden sich stark ausgeprägte Werkzeugspuren. Dabei genügt es bei dieser Verschraubung, sie ohne Hilfsmittel handfest anzuziehen. Allerdings hat der Monteur nicht ohne Grund unverhältnismäßig viel Kraft eingesetzt.

In der Verschraubung fehlt eine Dichtung, wie sie in der Eingangsverschraubung (kleines Foto) zu sehen ist.
In der Verschraubung fehlt eine Dichtung, wie sie in der Eingangsverschraubung (kleines Foto) zu sehen ist.

In der Verschraubung fehlte eine Flachdichtung. An der Eingangsseite, an der Verbindung zum Eckventil, gab es eine solche Dichtung, und in der Betriebsanleitung waren an beiden Anschlüssen Dichtungen eingezeichnet. Ohne die Flachdichtung konnte keine dauerhaft abdichtende Verbindung entstehen, ganz gleich, wie fest die Mutter angezogen wurde.

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