Experimente mit Lithium-Akkus

In dem stark beschädigten Carbongehäuse befinden sich diverse Akkuzellen.
In dem stark beschädigten Carbongehäuse befinden sich diverse Akkuzellen.

Der Elektroantrieb schwebt nicht nur über der Automobilbranche. Aus dem Skateboard ist ein Hoverboard und aus dem Tretroller ein Elektro-Scooter geworden. Die Energie liefern in der Regel Lithium-Akkus, und wenn die involviert sind, läuft nicht immer alles wie geplant.

In einem kleinen Betrieb, der Sportartikel entwickelt, gab es mehrere Brände: Als es das dritte Mal zum Feuer kam, befand sich niemand in den Betriebsräumen. Ein Mitarbeiter eines anderen Unternehmens, das sich im selben Gebäude befindet, hörte den Alarm des Rauchmelders und rief die Feuerwehr.

Ein weiterer Blick auf den Gehäuseinhalt
Ein weiterer Blick auf den Gehäuseinhalt

Die Einsatzkräfte konnten den Brand auf einen Werkstattraum eingrenzen; verletzt wurde niemand.

Bei der späteren Ursachenermittlung fand der beauftragte IFS-Gutachter im Abfall hinter dem Gebäude sehr viele Lithium-Akkus. Die Zellen waren zum Teil aufgeplatzt.

Auch Carbongehäuse der Akkupacks für die Sportgeräte lagen im Abfall. In einem davon war es zum Brandausbruch gekommen.

Geborstene Akkuzellen
Geborstene Akkuzellen

In den Gehäusen wurden zahlreiche Akkus verbaut – Elektromobilität braucht immer eine Menge Akkukapazität. Im Betrieb hatte man technische Änderungen an den Akkus vorgenommen und die Zellen damit in einen unsicheren Zustand versetzt.

Im Zuge von Produktentwicklungen ist die Notwendigkeit solcher Versuche nachvollziehbar. Allerdings hätten die Akkus sicher gelagert werden müssen, zum Beispiel in Brandschutzschränken oder Containern, die speziell für die Lagerung von Lithium-Akkus vorgesehen sind.

Zu der Brandgefahr, die mit diesem Akkutyp einhergeht, erfahren Sie mehr in unserem Videobeitrag.

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