Brandstiftungen nicht zu einfach machen

Massive Brandschäden an der Halle
Massive Brandschäden an der Halle

Innerhalb weniger Monate kam es an einer privaten Sporthalle gleich zweimal zum Feuer: Beim ersten Mal hatte ein Passant brennende Mülltonnen vor dem Gebäude bemerkt; er sah sogar die Brandstifter noch davonlaufen.

Beherzt hatte der Mann die brennenden Kunststoffcontainer vom Gebäude weggezogen und so ein Übergreifen der Flammen verhindert. Als an gleicher Stelle zwei Monate später wieder Brandstifter unterwegs waren, war niemand da, der so schnell hätte intervenieren können. Die Flammen griffen von den Müllcontainern auf die Halle über und verursachten einen erheblichen Schaden an dem Gebäude.

Im Brandschwerpunkt sind noch Abfälle zu sehen; die Müllcontainer sind fast vollständig verbrannt.
Im Brandschwerpunkt sind noch Abfälle zu sehen; die Müllcontainer sind fast vollständig verbrannt.

Brandstiftungen wie diese richten sich meist nicht gezielt gegen einen Eigentümer oder ein Objekt. In der Schadennacht hatten die Täter noch mehrere andere Müllbehälter in der Umgebung angezündet. Auch bei der ersten Brandstiftung hatte es mehrere Brandstellen gegeben.

Wenn der Zufall entscheidet, wen der Vandalismus trifft, ist die Gelegenheit der Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Die Container standen offen zugänglich nah am Gebäude. Das machte den Brandstiftern die Tat leicht, und es ermöglichte, dass die Flammen sich auf das Gebäude ausbreiten konnten.

Abfallbehälter sollten nicht frei zugänglich sein und nicht zu nah an Gebäuden stehen. Hätte der Eigentümer die Container nach der ersten Brandstiftung in einen abschließbaren Bereich gestellt, wäre ihm die folgenreiche zweite Brandstiftung möglicherweise erspart geblieben.

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