Belastungen durch Akkubrände

Nach dem Brand eines Solarstromsspeichers mit Lithiumtechnologie hat das Institut das Schadenobjekt hinsichtlich toxisch relevanter Metalle untersucht.

Brandschaden an einem Hausspeicher mit Lithiumtechnologie
Brandschaden an einem Hausspeicher mit Lithiumtechnologie

Brände durch Lithium-Ionen-Akkus nehmen zu. In diesem Zusammenhang wird diskutiert, welche Schadstoffe bei einem solchen Feuer freigesetzt werden, insbesondere, wenn größere Stückzahlen betroffen sind, wie zum Beispiel in Produktlagern oder bei stationären Speichern mit Lithiumtechnologie. Nach dem Brand des Solarstromspeichers in einem Einfamilienhaus hat das IFS das Schadenobjekt unter diesen Gesichtspunkten untersucht.

Verunreinigungen nach einem Brandschaden
Verunreinigungen nach einem Brandschaden

Der Speicher war gerade erst instal­liert worden und wurde über ein Netzteil probeweise geladen, als es zum Brandausbruch kam. Ursache war die Verwendung eines ungeeigneten Ladegerätes. Während die Feuerwehr das eigentliche Brandgeschehen auf den Hausanschlussraum im Keller eingrenzen konnte, wurde das gesamte Gebäude stark durch Ruß und Rauchgaskondensate verunreinigt. Die Leitsubstanzen der Folgeschadenuntersuchung sind nach einem Gebäudebrand in der Regel Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die mit Rußpartikeln auf Oberflächen kondensieren. Die Verunreinigungen nach Akkubränden können zudem toxische Metalle enthalten, die als Kathodenmaterial eingesetzt werden.

Verunreinigungen nach einem Brandschaden
Verunreinigungen nach einem Brandschaden

Bei der Untersuchung des hier beschriebenen Falles fand der Gutachter Cobalt und Nickel, allerdings in so geringen Mengen, dass PAK weiterhin als das bestimmende Brandfolgeprodukt angesehen werden konnten. Die in den Akkus enthaltenen Substanzen haben sich zudem nicht über den unmittelbaren Brandbereich hinaus verteilt. Um allgemeingültige Erkenntnisse zu gewinnen, wird das Institut bei der Untersuchung entsprechender Schäden weiterhin besonderes Augenmerk auf die charakteristischen Belastungen nach Akkubränden richten.

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