Vier von zehn Schäden entstehen durch Installationsfehler

Die IFS-Ursachenstatistik zeigt den hohen Anteil von Installationsfehlern.
Die IFS-Ursachenstatistik zeigt den hohen Anteil von Installationsfehlern

Die Ursachenstatistik zu Leitungswasserschäden zeigt Potential für die Schadenverhütung

Die enormen Kosten, die jedes Jahr durch Leitungswasserschäden verursacht werden, sind ein Dauerthema nicht nur in der Versicherungswirtschaft. Auch darüber hinaus sind diese Schäden ein Problem, denn der organisatorische Aufwand, der entsteht, wenn ein Gebäude für die Dauer einer Sanierung nicht oder nur teilweise genutzt werden kann, ist weit mehr als eine nur wirtschaftliche Belastung. Das betrifft sowohl Betriebsgebäude als auch Wohnhäuser und in besonderem Maße Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser.

Die vom IFS untersuchten Leitungswasserschäden werden seit 2003 in der Schadendatenbank des Institutes erfasst. Bei der Auswertung der Daten zeigt sich ein klares Potential für die Schadenverhütung: In nahezu vierzig Prozent aller Fälle hat ein Installationsfehler zum Schaden geführt. Diese Ereignisse lassen sich durch sorgfältige Arbeit und durch Fachwissen vermeiden.

„Bei den Untersuchungen fällt auf, dass bestimmte Fehler immer wieder gemacht werden“, sagt Dr. Thorsten Pfullmann, „etwa beim Erstellen von Rohrverbindungen, beim Anschluss von flexiblen Schläuchen an Armaturen und bei der Montage von Kleinspeichern“. Der Physiker ist im IFS für das Fachgebiet Leitungswasserschäden verantwortlich. Mit seinem Team hat er die am häufigsten auftretenden Fehler dokumentiert und Maßnahmen zur Schadenverhütung zusammengestellt. Das Ergebnis ist eine Reihe von Merkblättern, die sich insbesondere an das SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) richten.

Die IFS-Merkblätter für das SHK-Handwerk helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden: www.ifs-ev.org/service
Die IFS-Merkblätter für das SHK-Handwerk helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden: www.ifs-ev.org/service

Schadenprävention auf den Punkt gebracht

Sie zeigen anhand von Praxisbeispielen in aller Kürze typische Installationsmängel und erläutern, wie diese vermieden werden können. Die Dokumente können hier kostenlos heruntergeladen werden.

Um die Zielgruppe zu erreichen, werden die Merkblätter zudem in einer Beitragsreihe der Fachzeitschrift SBZ-Monteur veröffentlicht.

„Die aktuelle Statistik zeigt uns erneut deutlich, dass wir auch das Handwerk adressieren müssen, um die Zahl der Leitungswasserschäden zu reduzieren“, sagt Pfullmann. Sowohl in den einzelnen Jahren als auch in der unten abgebildeten Gesamtstatistik haben die Installations- bzw. Ausführungsfehler das höchste Gewicht. Das IFS wird darum seine Bemühungen um diese Zielgruppe weiter verstärken.

Die Ursachenstatistik Leitungswasserschäden mit verschiedenen Auswertungen finden Sie hier.

Diesen Beitrag weiterempfehlen