Grillanzünder im Modehaus

Auf Spurensuche in den ausgebrannten Verkaufsräumen
Auf Spurensuche in den ausgebrannten Verkaufsräumen

Am späten Abend entdecken Passanten Feuer in einem Kaufhaus. 150 Feuerwehrleute sind in dieser Nacht im Einsatz, um den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Doch in dem sechsstöckigen Gebäude eines traditionsreiches Modehauses ist nicht mehr viel zu retten.

Gemeinsam mit der Polizei und einem Hundeführer samt Brandmittelspürhund macht sich ein IFS-Gutachter später auf die Suche nach der Brandursache. In den Verkaufsräumen haben die Flammen auf allen Ebenen ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Dennoch sind verschiedene Brandschwerpunkte zu erkennen.

Im Bereich des Warenregals fällt dem Gutachter ein Brandtrichter auf.
Im Bereich des Warenregals fällt dem Gutachter ein Brandtrichter auf.

Auf dem Bild rechts haben wir beispielsweise einen Brandtrichter markiert. Rechts hinter dem Regal ist die Wand auffällig hell. Hier war die Brandhitze so stark, dass sich keine Rußablagerungen gebildet haben.

Separate Brandherde deuten auf eine Brandstiftung, vor allem, wenn es keine Brandbrücken gibt, wenn man also ausschließen kann, dass sich das Feuer von einem Brandherd zum anderen ausgebreitet hat. Solche räumlich getrennten Brandentstehungsorte fand der Gutachter im Kaufhaus.

Unter diesem Regal liegt der Rest eines Grillkohleanzünders.
Unter diesem Regal liegt der Rest eines Grillkohleanzünders.

An mehreren Stellen schlug außerdem der Brandmittelspürhund an, und es wurden Reste von Grillkohleanzündern gefunden, die keinen Zweifel mehr an einer Brandstiftung zuließen. Auf dem Bild links ist ein kleiner weißer Gegenstand markiert. Dabei handelt es sich um einen solchen Grillanzünder, der unter einem Warenregal platziert wurde.

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