Frostschäden: Vorsicht in Umbauphasen

Die Installation im Keller: der Hausanschluss (grün), der Wasserzähler (blau) und ein Kugelauslaufventil (rot)
Die Installation im Keller: der Hausanschluss (grün), der Wasserzähler (blau) und ein Kugelauslaufventil (rot)

Bei umfangreichen Sanierungen oder Umbauten kann häufig die Beheizung eines Gebäudes nicht gewährleistet werden. Im hier geschilderten Fall war nicht einmal eine Heizung vorhanden.

Die gesamte Trinkwasser- und Heizungsinstallation war im Zuge der Umbauten eines Wohnhauses demontiert worden. Nach Angabe der Eigentümer war die Wasserversorgung am Hausanschluss abgestellt und die Leitung hinter dem Wasserzähler mit einem Blindstopfen verschlossen worden.

Das Schauglas des Wasserzählers ist geborsten.
Das Schauglas des Wasserzählers ist geborsten.

Die Umbauten begannen, wurden jedoch unterbrochen und für einige Monate auf Eis gelegt. Ein paar Tage bevor die Arbeiten fortgesetzt werden sollten, betraten die Eigentümer das leerstehende Gebäude und hörten ein Rauschen aus dem Keller.

Aus dem geborstenen Schauglas des Wasserzählers spritzte in hohem Bogen Wasser. Zu diesem Zeitpunkt war der Keller bereits vollgelaufen.

Das Absperrventil des Hausanschlusses hätte geschlossen sein sollen.
Das Absperrventil des Hausanschlusses hätte geschlossen sein sollen.

Auch die Installation – oder das, was davon vorhanden war – sah anders aus, als die Eigentümer es ihren Schilderungen nach in Erinnerung hatten: Der Blindstopfen hinter dem Wasserzähler war nicht mehr vorhanden. Dafür hatte jemand ein Kugelauslaufventil installiert und daran einen Schlauch angeschlossen. Den Zählerständen in den Unterlagen zufolge schien während der Umbauarbeiten Wasser entnommen worden zu sein.

Eine Laboruntersuchung des Wasserzählers belegte, dass er durch einen starken Innendruck und damit durch Frosteinwirkung zerstört wurde. Verursacht hatte den Schaden derjenige, der das Ventil des Hausanschlusses geöffnet hatte.

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