Bei der Sanierung die Wirtschaftlichkeit berücksichtigen

Auf den waagerechten Oberflächen in der Halle hat sich Ruß niedergeschlagen.
Auf den waagerechten Oberflächen in der Halle hat sich Ruß niedergeschlagen.

Ein Feuer in der Filtereinheit der Lüftungsanlage verursachte umfangreiche Folgeschäden in und an einer Maschinenhalle, in der Kunststoffe verarbeitet wurden. Da vor allem Kunststoffe verbrannt waren, entstanden toxische Schadstoffe und schlugen sich im Gebäude nieder.

Durch den Brand waren Teile der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen in einem Hallenabschnitt vollständig zerstört worden. Auch die Dacheindeckung wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Brandbedingte Verschmutzungen auf dem Hallendach
Brandbedingte Verschmutzungen auf dem Hallendach

Der Dachaufbau bestand aus Leimholzbindern und einem Stahltrapezdach, das an der Oberseite mit EPS-Platten (Expandiertes Polystyrol) gedämmt und mit einer Kunststoff-Folie abgedichtet war. Beim Öffnen der Dämmung fand man in den Sicken der Stahltrapezeindeckung großflächig Rußniederschläge und in einigen Abschnitten Feuchtigkeit vom Löscheinsatz.

Nach dem Öffnen der Dachhaut zeigen sich auch in den Sicken der Stahltrapezeindeckung deutlich sichtbare Rußniederschläge.
Nach dem Öffnen der Dachhaut zeigen sich auch in den Sicken der Stahltrapezeindeckung deutlich sichtbare Rußniederschläge.

Die Sanierung aller betroffenen Bereiche war unumgänglich. Diskutiert wurde, die Dacheindeckung abschnittsweise zu öffnen, um die verschmutzten Areale zu identifizieren. Da mit diesen Arbeiten eine Betriebsunterbrechung einhergehen würde, riet das IFS stattdessen zu einer Erneuerung der gesamten Dacheindeckung.

Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit sollte bei der Planung einer Sanierung immer die Art der Gebäudenutzung berücksichtigt werden. Eine umfangreichere, weniger differenzierte Sanierung kann sinnvoll sein, wenn diese Vorgehensweise die Sanierungsphase verkürzt.

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