Wegweisend für die Schadenverhütung

Wie die Leitungswasserschadenstatistik Präventionspotentiale offenlegt

Die Statisik zeigt einen Schwerpunkt bei Installationsfehlern
Die Statisik zeigt einen Schwerpunkt bei Installationsfehlern

Mehr als eine Million Leitungswasserschäden werden den deutschen Versicherern jedes Jahr gemeldet; die Gesamtschadensumme liegt im Milliardenbereich. Die Statistiken des IFS zeigen, wo besondere Potentiale der Schadenverhütung liegen:

„Vier von zehn der von uns untersuchten Leitungswasserschäden sind auf Installationsfehler zurückzuführen“, sagt Dr. Thorsten Pfullmann, der im IFS für dieses Fachgebiet verantwortlich ist. Die statistische Auswertung nach betroffenen Baugruppen zeigt einen Schwerpunkt innerhalb dieses Segmentes: Ein Viertel der untersuchten Leckagen entsteht an Verbindungen und Dichtungen. Bei diesen Schäden ist die Ursache sogar in sechs von zehn Fällen ein Installationsfehler. „Die Zahlen untermauern, was wir auch bei Ursachenermittlungen feststellen: Bei der Erstellung von Rohrverbindungen werden besonders häufig Fehler gemacht“, sagt Pfullmann. Mit kostenlosen Merkblättern für das SHK-Handwerk (Sanitär, Heizung, Klima) und Veröffentlichungen in Fachmedien der Branche weist das IFS auf diese Schwachstelle hin. „Dieses Problem können wir nur gemeinsam mit dem Handwerk lösen, und mit unseren Bemühungen treffen wir dort auf Interesse“, so Pfullmann.

Eine andere Auswertung führt zu einer anderen Zielgruppe: Den „Ausfüh­rungsfehlern“ folgen die „Betriebsbedingungen“ mit 27 Prozent der untersuchten Leitungswasserschäden. Etwa die Hälfte der Schäden aus diesem Bereich entsteht durch Frosteinwirkung. Vor allem die nicht ausreichende Beheizung von leerstehenden und nicht durchgängig bewohnten Gebäuden ist hier ein Problem. Das IFS hat darum den kostenlosen „Wintercheck“ entwickelt, mit dem Eigentümer selbst ganz unkompliziert ihre Immobilie auf Schwachstellen prüfen können und erfahren, wie Frostschäden sicher verhindert werden.

Die Beispiele zeigen, wie die statis­tischen Auswertungen das hohe Schadenaufkommen auf konkrete Pro­bleme herunterbrechen. Maßnahmen zur Prävention können so auf eine Zielgruppe zugeschnitten werden.

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