Leckage an der Sprinkleranlage – nach der Reparatur

Das Rohr aus der Sprinkleranlage ist an einem Ende im Bereich der Nut rundum gebrochen.
Das Rohr aus der Sprinkleranlage ist an einem Ende im Bereich der Nut rundum gebrochen.

Nachdem an der zehn Jahre alten Sprinkleranlage eines Produktionsbetriebes Korrosion festgestellt wurde, musste ein Stück der Rohrleitung ausgetauscht werden. Diese Arbeit übernahm ein Fachbetrieb für Brandschutzsysteme. Drei Monate später brach die Sprinklerleitung an der reparierten Stelle, und es kam zum Wasserschaden.

Durch eine Laboruntersuchung des Rohres sollte das IFS die Schadenursache ermitteln. Das 130 cm lange, rot lackierte Stahlrohr war an einem Ende rundum gebrochen. Die Bruchstelle lag im Bereich der Rollnut.

Die Rollnuten an den beiden Rohrenden im Vergleich; der blaue Pfeil markiert die dünnwandige Stelle, an der es zum Abriss kam.
Die Rollnuten an den beiden Rohrenden im Vergleich; der blaue Pfeil markiert die dünnwandige Stelle, an der es zum Abriss kam.

Genutete Rohrleitungssysteme werden ohne Schweißen, Flanschen oder Gewindeschneiden verbunden. Beim Rollnutverfahren wird das Rohrende an der Außenseite durch eine Rolle eingedrückt, und zwar in eine Gegendruckrolle auf der Innenseite. So entsteht im Idealfall eine Aussparung mit genügend Tiefe zum Einrasten der Verbindung und ausreichend Wandstärke, um den Betriebsbelastungen standzuhalten, denen das Rohr später ausgesetzt ist. Für die fachgerechte Prägung der Rollnut müssen die Rollen genau übereinander positioniert sein.
Der Querschnitt der beiden Nuten: An der gebrochenen Nut (kleines Bild) ist die Wandstärke im Bruchbereich sehr dünnwandig.
Der Querschnitt der beiden Nuten: An der gebrochenen Nut (kleines Bild) ist die Wandstärke im Bruchbereich sehr dünnwandig.

Die Rollnuten am betroffenen Rohrstück hatte die Fachfirma vor Ort erstellt. Dabei war buchstäblich etwas schief gelaufen: Am Querschnitt des Rohres konnte der IFS-Gutachter sehen, dass die Rollen leicht versetzt zueinander gestanden hatten, als die Nut an dem gebrochenen Rohrende erstellt wurde. Am anderen Ende war sie fachgerecht ausgeführt worden.

Durch den Versatz der Rollen war die Rohrwand an einer Stelle sehr dünnwandig. Darum hielt der Leitungsabschnitt nur eine gutes Vierteljahr. Die Bruchfläche verriet, dass das Rohr durch sein eigenes Gewicht gebrochen war.

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