(K)eine optionale Kleinigkeit
Das Holz im Kachelofen war weitgehend heruntergebrannt, als ein Ehepaar zu Bett ging. Als die beiden am nächsten Morgen aufstanden, war das Wohnzimmer verraucht. Es hatte einen Brand in den Seitentaschen des Ofens gegeben, der sich glücklicherweise nicht ausbreiten konnte.
Ein anderer Fall, die gleiche Ursache: Eine undichte Fußbodenheizung führte zu einem Wasserschaden in einem Einfamilienhaus. Beim Öffnen des Fußbodens im Bereich des Kaminsockels kam eine geschmolzene Heizungsleitung zum Vorschein. Sie lag neben dem Abflussrohr des Kamins, in dem es zum Brand gekommen war.

Wenn heiße Rauchgase abkühlen, bildet sich Kondensat. Darum gibt es am Boden eines Schornstein- oder Kaminsockels eines Kondensatablauf, über den das Wasser gewöhnlich ins Abwassersystem geleitet wird. Durch diese kleine Öffnung können allerdings auch glühende Partikel in das dahinterliegende Leitungssystem gelangen. In den beiden beschriebenen Fällen war auf diese Weise jeweils der Kunststoffsiphon unter dem Kondensatablauf in Brand geraten.

Um so etwas zu verhindern, gibt es Rußsteine oder Rußplatten. Das sind in der Regel kreisrunde, etwa 15 bis 25 cm große keramische Platten, die an der Unterseite Rillen aufweisen, durch die das Kondensat ablaufen kann. Sie schützen vor dem Eindringen von Rußpartikeln und heißer Asche in den Kondensatablauf. Außerdem wird der Ablauf so nicht mit Ruß zugesetzt.
Eine Vorschrift zum Einsatz der Rußsteine ist dem IFS nicht bekannt, und ihr Fehlen ist auch keine häufige Brandursache. Trotzdem empfiehlt das Institut diese kleine Investition im Zusammenhang mit Feststoffbrennöfen, um das Brandrisiko zu vermeiden. (is)