Ein bisschen Licht und sehr viel Wärme

Nicht nur bei der klassischen Glühlampe sind Mindestabstände zu brennbaren Materialien wichtig

Kommt es durch Leuchtmittel zum Brandausbruch, dann wurden meistens die Mindestabstände zu brennbaren Materialien nicht eingehalten.
Kommt es durch Leuchtmittel zum Brandausbruch, dann wurden meistens die Mindestabstände zu brennbaren Materialien nicht eingehalten.

Mit einem Wirkungsgrad von fünf bis zehn Prozent sind klassische Glühlampen eher Heiz- als Leuchtmittel und wurden darum in der EU mittlerweile praktisch vom Markt genommen. Allerdings verwandeln auch alle anderen Leuchtmittel nur einen Teil der zugeführten elektrischen Energie in Licht und die übrige in Wärme. Insbesondere Halogenlampen werden im Betrieb sehr heiß – bei Laborversuchen hat das IFS 400 °C am Leuchtmittel gemessen –, und selbst LED-Lampen erhitzen sich.

„Die Brandgefahr durch Leuchtmittel ist in den vergangenen Jahren durch den Einsatz von LEDs zurückgegangen, aber sie ist nicht passé“, sagt IFS-Gutachter Karl Lucks. Brände durch klassische Leuchtmittel treten vor allem auf, wenn es zum Hitzestau kommt, weil Mindestabstände nicht eingehalten werden. Das kann bei Einbaustrahlern der Abstand zum Dämmstoff sein und insbesondere bei Stehleuchten der Abstand zu Vorhängen oder Polstermöbeln. Wie groß die Mindestabstände sein müssen, hängt von der Art und Leistung des Leuchtmittels ab. Die Werte stehen in den Betriebsanleitungen der Hersteller.

Ein weiteres Risiko sind Abstände, die sich spontan und ungeplant ändern: eine umkippende Nachttischlampe zum Beispiel. Besonders groß ist die Feuergefahr, wenn sich die Halterung von Baustrahlern löst und das zu einer Ausrichtung auf brennbare Materialien führt. Achten Sie darum immer auf einen sicheren Standort bei Tisch- und Stehleuchten sowie auf eine fachgerechte Montage bei Strahlern. Mehr zu diesem Thema lesen Sie im Beitrag Gefahren durch Lichtquellen im Magazin „schadenprisma“.

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