Spurensuche in der Kaffeepadmaschine

Die Reste der Kaffeepadmaschine werden im Labor untersucht.
Die Reste der Kaffeepadmaschine werden im Labor untersucht.

Wenn es nach einem Küchenbrand einen auffälligen Schadenschwerpunkt auf dem Herd gibt, so ist die erste Vermutung, dass eines der Kochfelder eingeschaltet war und etwas darauf abgestellt wurde. Auch im hier beschriebenen Fall passte das Schadenbild zu dieser typischen, recht häufig auftretenden Brandursache. Doch der IFS-Gutachter kam schießlich zu einem ganz anderen Ergebnis.

Nach der Untersuchung des Glaskeramikkochfeldes konnte er mit Sicherheit sagen, dass alle Kochfelder zum Brandzeitpunkt ausgeschaltet waren. Die Brandursache musste sich also irgendwo in den geschmolzenen Resten von zwei Elektrogeräten verbergen, die auf dem Herd klebten.

Hier ist der Rohrheizkörper zu sehen; die Anschlüsse wurden an den gekennzeichneten Stellen durchtrennt.
Hier ist der Rohrheizkörper zu sehen; die Anschlüsse wurden an den gekennzeichneten Stellen durchtrennt.

Das erste war ein Wasserkocher, und dessen Untersuchung führte nicht zur Lösung des Falles. Beim zweiten Gerät handelte es sich um eine Kaffeepadmaschine. An deren Rohrheizung maß der Gutachter einen unendlichen elektrischen Widerstand. Auf der Suche nach einer Erklärung für dieses Messergebnis durchtrennte er die Anschlüsse des Heizkörpers, wie im Bild rechts zu sehen. An einer der beiden Trennstellen gab es Schmelzspuren. Zudem befanden sich im Rohrheizkörper kleine Kupferstücke, ebenfalls mit Schmelzspuren.
An der Trennstelle sind lokal begrenzte Schmelzspuren zu erkennen.
An der Trennstelle sind lokal begrenzte Schmelzspuren zu erkennen.

Ein elektrotechnischer Defekt hatte also das Feuer verursacht. Zur Vermeidung solcher Schadenszenarien rät das IFS, elektrische Geräte und dabei insbesondere solche mit einer Heizung nach der Benutzung vom Stromnetz zu trennen.

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