Warum Jacken nicht in die Sauna gehören
Weil er sich nicht sicher war, das Garagentor geschlossen zu haben, griff ein Mann auf dem Weg zum Einkaufen auf die Überwachungskamera zu, die sein Grundstück beobachtet. Mit Erschrecken sah er Brandrauch aus dem Nebengebäude seines Einfamilienhauses quellen.
Er bat einen Nachbarn um Hilfe, der zum Haus eilte und ein Feuer in der Sauna feststellte, die sich in dem unverschlossenen Gebäude befand.

Die Feuerwehr konnte den Brand auf den Bereich der Sauna eingrenzen, so dass der IFS-Gutachter, der später die Brandstelle untersuchte, ein recht geordnetes und sogar vertrautes Schadenbild vorfand:
Das Feuer war im Inneren der Sauna entstanden. Sie war zuletzt knapp ein Jahr zuvor benutzt worden. Wenn sie nicht für ihren eigentlichen Zweck gebraucht wurde, nutzte die Familie den kleinen Raum als Abstellkammer.

Der Hauseigentümer selbst war am Schadentag kurz in der Sauna gewesen, um eine Jacke zu holen, die dort lag. Dabei muss er versehentlich den Saunaofen eingeschaltet haben, auf dem brennbare Gegenstände lagerten. Die Untersuchung der elektrotechnischen Komponenten belegte, dass der Ofen zum Brandzeitpunkt eingeschaltet war und dass kein technischer Defekt vorlag.
Die hier betroffene Sauna war bereits 30 Jahre zuvor installiert worden. Saunabrände kommen so häufig vor, dass wir die Schadenentstehung im Brandversuchshaus des IFS nachgestellt haben, wie unser Video zeigt. Betroffen sind vor allem private Saunen und häufig solche, die mittlerweile zur Abstellkammer geworden sind.

Solche Schadenentstehungen können mit technischen Mitteln verhindert werden. Die Möglichkeiten und auch die aktuellen technischen Vorschriften stellen wir hier vor. (is)