Schwedenfeuer im Gartenhaus

Das betroffene Gartenhaus
Das betroffene Gartenhaus

Ein Schwedenfeuer ist eine kompakte Alternative zum Lagerfeuer: Ein aufrecht stehender Baumstamm wird an der Oberseite eingesägt und dann mit einem Grillanzünder in Brand gesetzt. Je nach Höhe und Durchmesser des Stammes brennt das Feuer mehrere Stunden und glüht schließlich aus. Die Glut im Stamm wird über 1000°C heiß.

Im Brandschutt befinden sich mehrere Baumstämme; auf dem rechten Bild sind die Einschnitte deutlich zu erkennen.
Im Brandschutt befinden sich mehrere Baumstämme; auf dem rechten Bild sind die Einschnitte deutlich zu erkennen.

Im hier beschriebenen Brandfall wurden ein Gartenhaus, eine angrenzende Garage und ein Holzunterstand auf dem Nachbargrundstück durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Die Hausbesitzerin hatte das Feuer selbst bemerkt: Als sie gegen Mittag aus ihrem Küchenfenster sah, stieg Rauch aus dem Häuschen in ihrem Garten auf. Zur gleichen Zeit entdeckte auch der Nachbar das Feuer.

Eigene Löschversuche scheiterten. Die Feuerwehr musste anrücken, konnte jedoch einen umfangreichen Schaden nicht mehr verhindern.

Im Brandschutt liegen ein Grill und der Feuerkorb, in dem das Schwedenfeuer entsorgt wurde.
Im Brandschutt liegen ein Grill und der Feuerkorb, in dem das Schwedenfeuer entsorgt wurde.

Am Abend zuvor war im Garten ein Geburtstag gefeiert worden. Für eine gemütliche Atmosphäre hatte die Hauseigentümerin ein Schwedenfeuer angezündet. Als die Party in den frühen Morgenstunden zu Ende war, wurde der noch brennende Baustamm abgelöscht und im Gartenhaus später in einen Feuerkorb gelegt. In dem Häuschen befanden sich noch weitere, unbenutzte Schwedenfeuer-Stämme.

Das Löschen des am Abend benutzten Stammes war allerdings nicht ganz geglückt: Das Schwedenfeuer glühte in der Nacht und am Morgen unbemerkt weiter. Aus dem Feuerkorb konnte problemlos Glut herausfallen, und schließlich entstand im Gartenhaus ein Flammenbrand.

Zu einer Feier gehört auch das Aufräumen danach. Wohl dem, der sich sofort an diese unliebsame Aufgabe wagt. Bei Glut und heißer Asche ist allerdings Geduld die gefragte Tugend. Das Schwedenfeuer hätte noch gut zwei oder drei Tage im Garten langsam auskühlen sollen.

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