Kein Anschluss für das Abwasser

In der Teeküche ist ein Bodenablauf mit einem Gitterrost versehen (rot) und ein zweiter (grüner Pfeil) mit einem Blinddeckel aus Kunststoff.
In der Teeküche ist ein Bodenablauf mit einem Gitterrost versehen (rot) und ein zweiter (grüner Pfeil) mit einem Blinddeckel aus Kunststoff.

Vier Jahre nachdem das Gebäude eines Supermarktes für eine neue Nutzung umgebaut worden war, machten Schimmel und feuchte Wandsockel auf das Vorhandensein eines Wasserschadens aufmerksam. Bei der Leckageortung in dem Haus, das nun ein Bürogebäude war, stieß man auf einen nicht abgedichteten Bodenablauf in der Teeküche, der ehemaligen Schlachterei.

Ein zweiter Bodenablauf in dem Raum war lediglich mit einem Blinddeckel aus Kunststoff versehen. Das Foto zeigt die Teeküche zum Zeitpunkt der Untersuchung durch das IFS: Im Zuge des Umbaus war auf den Fliesenfußboden des Supermarktes ein neuer Boden aus Estrich und Nadelfilz gelegt worden. Nach der Schadenentdeckung wurde alles wieder zurückgebaut.

Im Heizungsraum ist ein Bodenablauf nur mit einer Folie abgedeckt, ein zweiter liegt im Estrich.
Im Heizungsraum ist ein Bodenablauf nur mit einer Folie abgedeckt, ein zweiter liegt im Estrich.

Den Unterlagen nach waren die Bodenabläufe in der Teeküche und auch im Heizungsraum des Hauses vor dem Aufbringen des neuen Fußbodens abgedichtet worden. Tatsächlich war das aber zum Teil gar nicht, zum Teil unzureichend geschehen.

Zudem hatte man die Abwasserleitungen der Teeküche und die Kondensatleitung der Brennwerttherme im Heizungsraum an eine stillgelegte Abwasserleitung des alten Supermarktes angeschlossen.

Das Abwasser konnte also nicht in die Gebäudeentwässerung gelangen, staute sich in der stillgelegten Leitung und drang durch die nicht abgedichteten Bodenabläufe in den Fußboden.

Dieser Fehler hätte bei einer Kontrolle vor dem Einbringen des neuen Fußbodens bemerkt werden müssen. Die Verantwortung dafür trug die Bauleitung.

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