Entscheidender Hinweis im Küchenschrank

Der Altbau (links) mit Küche ist durch eine Überdachung mit dem Neubau verbunden.
Der Altbau (links) mit Küche ist durch eine Überdachung mit dem Neubau verbunden.

Feuer in einem Vereinsheim: Der Altbau, der Neubau und das sie verbindende Dach werden stark beschädigt und zum Teil zerstört. Schon von außen ist deutlich ein Brandschwerpunkt im Bereich des Zwischendaches zu erkennen. Von dort haben die Flammen auf beide Gebäude übergegriffen.

Zuletzt hatte eine Jugendgruppe samt Betreuer das Vereinsheim am Abend vor dem Brand genutzt und beim Verlassen alle Türen abgeschlossen, wie man dem IFS-Gutachter versicherte.

Die Tür zur Küche stand zum Brandzeitpunkt offen und hat die Außenwand vor den Flammen geschützt.
Die Tür zur Küche stand zum Brandzeitpunkt offen und hat die Außenwand vor den Flammen geschützt.

Doch während des Brandes muss die Stahlblechtür zum Altbau offen gestanden haben: Die Holzverkleidung der Außenwand wurde in diesem Bereich von der Tür geschützt.

In der hinteren, rechten Ecke zwischen der Rückwand des Zwischenbaus und dem Neubau sind die Brandzehrungen besonders stark ausgeprägt. Hier findet der Gutachter mehrere freigebrannte Adern von elektrischen Leitungen. Aber der Zerstörungsgrad ist so hoch, dass er nicht mehr feststellen kann, ob es an einem dieser Leitungsabschnitte einen technischen Defekt gegeben hat, der das Feuer hätte auslösen können.

Im Spülenschrank gibt es einen isolierten Brandbereich.
Im Spülenschrank gibt es einen isolierten Brandbereich.

Der entscheidende Hinweis auf die Brandursache findet sich dann jedoch in der Küche im Altbau, in die man durch die während des Brandes offen stehende Tür gelangt. Dort gibt es einen lokal begrenzten Brandherd im Spülenunterschrank. Zündquellen gibt es hier nicht, und eine Brandübertragung vom Hauptbrandbereich in den Küchenschrank ist nicht möglich. Jemand muss absichtlich Feuer im Vereinsheim gelegt haben.

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