Planung und Ausführung von Leitungswasser-Installationen

Schon bei der Planung von Leitungswasser-Installationen sollte man immer daran denken, dass diese Installationen nach 30 bis 50 Jahren erneuert werden müssen. Dieser Zeitraum entspricht der natürlichen Lebensdauer der Komponenten. Diese unterliegen einer Alterung – vor allem durch Korrosion. Viele Bauherren werden deshalb die notwendige Erneuerung noch selbst durchführen müssen. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

Kurze Leitungslängen

Je umfangreichen die Installationen ausgeführt werden, je höher ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens. Deshalb sollte die Anordnung der Räume in einem Gebäude stets so geplant werden, dass die Leitungslängen möglichst gering sind.

Zugänglichkeit der Rohrleitungen

Rohrleitungen sollten zugänglich verlegt werden. Vom Gesichtspunkt der Schadenverhütung aus betrachtet, ist eine offene Verlegung z.B. unter der Kellerdecke ideal. Senkrechte Leitungsstränge sollten in Schächten verlegt werden, die leicht zu öffnen sind. Vermeiden oder auf ein Minimum beschränken sollte man die Verlegung im Estrich und unter gefliesten Flächen.

Verlegung nur in nicht frostgefährdeten Bereichen

Häufig treten Schäden auf, weil Leitungswasserrohre in frostgefährdeten Bereichen verlegt wurden, z.B. in Abseiten. Bei längerem Frost kommt es dann zum Einfrieren des Wassers und zur Zerstörung der Leitungen. Deshalb sollten Leitungswasserrohre nur in nicht frostgefährdeten Bereichen verlegt werden. Ist das ausnahmsweise nicht möglich, muss eine Begleitheizung installiert werden.

Fachfirmen beauftragen

Trinkwasserinstallationen sind kein Betätigungsfeld für Heimwerker. Deshalb sollten für die Installation immer Fachfirmen mit guten Referenzen beauftragt werden. Fehler bei der Installation sind die häufigste Schadenursache. Diese Erkenntnis liefert die Ursachenstatistik auf Basis der Schadendatenbank des IFS.

Geprüfte Qualität verwenden DVGW-Prüfzeichen

Es gibt durchaus sehr unterschiedliche Qualitäten bei Leitungswasserrohren und anderen für die Installation verwendeten Komponenten. Ein Prüfzeichen des DVGW weist auf geprüfte Qualität hin. Nur solche Materialien sollten verwendet werden.

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