Saunabrände – ein unterschätztes Risiko

Eine Stunde nachdem die neue Sauna eines Wohnhauses zum ersten Mal eingeschaltet wurde, riefen die Eigentümer die Feuerwehr. IFS-Gutachter Karl Lucks stellte später bei der Untersuchung der Brandstelle fest, dass die Holzumrandung des Saunaofens zu klein war. Die vom Ofenhersteller geforderten Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten.

In einem anderen Fall war es zu einem Feuer in der Sauna eines Fitness-Studios gekommen. Wenige Wochen zuvor wurde die Raumecke, in der der Saunaofen stand, mit Gipskartonplatten zusätzlich isoliert. „Dadurch entstand hinter der Wand ein Wärmestau, und das Holz entzündete sich“, erklärt Lucks.

Saunabrände gehören zum Alltag der Brandursachenermittler Oft werden die Sicherheitsabstände nicht eingehalten oder es werden Gegenstände auf dem Ofen abgelegt. Dann kommt es zu einer Überhitzung. Noch häufiger ist die Schadenursache jedoch das versehentliche Einschalten des Ofens. In vielen Häusern gibt es Saunen, die schon seit Jahren nur noch als Lagerraum genutzt werden. Wenn dann im Keller die Schalter für Licht und Saunabeheizung direkt nebeneinander liegen, kann es schnell zu einem Missgeschick kommen. In einem Brandfall hatte ein Versicherungsnehmer die Sauna in seinem Haus unbemerkt eingeschaltet, weil Licht und Saunaofen sogar über denselben Drehschalter geregelt wurden. „Wir können nur immer wieder darauf hinweisen“, sagt Lucks: „Eine Sauna ist keine Abstellkammer, und es sollte zudem niemals – auch nicht kurz beim Saubermachen – etwas auf den Ofen gelegt werden.“

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