Zwei Brandschwerpunkte und Benzingeruch

Blick auf den ersten Brandschwerpunkt
Blick auf den ersten Brandschwerpunkt

Es ist später Abend, als ein Autofahrer Rauch auf dem Gelände eines Veranstaltungsortes sieht. Er ruft die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brennt es in dem Gebäude an mehreren Stellen.

Zwei Brandursachenermittler des IFS untersuchen später die Schadenstelle. Beim Betreten des Gebäudes kommen sie direkt auf einen ersten Brandschwerpunkt zu, in dem verschiedene Gegenstände den Flammen zum Opfer gefallen sind. Über eine Breite von etwa drei Metern erstreckt sich ein Bereich mit massiven, aber lokal deutlich begrenzten Brandzehrungen.

Das Holz der Tischplatten ist an den unteren Möbeln weniger intensiv brandgezehrt als an den oberen.
Das Holz der Tischplatten ist an den unteren Möbeln weniger intensiv brandgezehrt als an den oberen.

Hinter einer Abtrennung finden die IFS-Mitarbeiter einen zweiten Brandschwerpunkt. Hier sind vor allem gestapelte Tische für Veranstaltungen im Freien betroffen. Auffällig ist, dass die oben liegenden Tischplatten intensiver verbrannt sind als die unteren – wo sich Feuer doch gewöhnlich nach oben ausbreitet.

Zudem riecht es an den Tischen nach Benzin, und auf der obersten Platte scheint eine Flüssigkeit verschüttet worden zu sein.

An den angebrannten Tischen gibt der Photoionisationsdetektor ein Signal.
An den angebrannten Tischen gibt der Photoionisationsdetektor ein Signal.

Der Photoionisationsdetektor gibt an dieser Stelle ein Signal, und die Gutachter entnehmen daraufhin eine Probe. Bei der Laboruntersuchung weist ein Kollege im Labor des IFS nach, dass es sich bei der Flüssigkeit in der Tat um Vergaserkraftstoff oder ein chemisch gleichwertiges Lösungsmittel handelt. Brandstiftung also.

Das belegen auch die beiden räumlich voneinander getrennten Brandherde, zwischen denen eine Übertragung ausgeschlossen ist. Manche Brandstifter hinterlassen ein deutliches Spurenbild.

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