Sorgfalt verhindert Schäden

Der Brandbereich ist auf den Speicher in der Bildmitte beschränkt.
Der Brandbereich ist auf den Speicher in der Bildmitte beschränkt.

An einem Warmwasserspeicher sollten Muffen für den Anschluss eines neuen Blockheizkraftwerkes gesetzt werden. Dafür wurden zunächst entsprechende Löcher in das Metallgehäuse geschnitten und anschließend die Muffen angeschweißt. Beim Anheften der ersten Muffe entstand ein kleiner Brand an der Wärmedämmung des Speichers. Mit einem bereitstehenden Feuerlöscher konnte der Brand abgelöscht werden. Doch als der Schweißer seine Arbeit fortsetzte, loderten größere Flammen aus der Isolierung, und die Feuerwehr musste anrücken.
Die Pfeile deuten auf eine Muffe, die bereits am Speichergehäuse angebracht wurde, und ein Loch für eine weitere Muffe.
Die Pfeile deuten auf eine Muffe, die bereits am Speichergehäuse angebracht wurde, und ein Loch für eine weitere Muffe.

Ein IFS-Gutachter untersuchte später die Schadenstelle: In dem Hallenanbau, in dem mehrere Blockheizkraftwerke aufgestellt waren, war der direkte Brandbereich auf den Speicher beschränkt. Einen elektrotechnischen Defekt konnte der Gutachter als Brandursache ausschließen, weil es im Ausbruchsbereich keine elektrischen Leitungen oder Verbraucher gab. Das Schadenbild sowie die zeitliche und räumliche Nähe zu den Schweißarbeiten belegten übereinstimmend, dass ein glühender Metalltropfen oder Funkenflug die Isolierung in Brand gesetzt hatte.
Teile des Isoliermaterials wurden vor den Arbeiten herausgeschnitten.
Teile des Isoliermaterials wurden vor den Arbeiten herausgeschnitten.

Weil das Risiko durch feuergefährliche Arbeiten wie diese bekannt ist, gibt es dazu eine ganze Reihe von Sicherheitsvorschriften und Richtlinien. Unter anderem ist in den BGR 500 festgehalten, dass brennbare Materialien aus dem Arbeitsbereich entfernt oder – wenn dies nicht möglich ist – abgedeckt werden müssen.

Die Wärmedämmung sei vor Beginn der Arbeiten mit nassen Tüchern abgedeckt worden, erfuhr der Gutachter bei der Untersuchung vor Ort. Doch offenbar war diese Maßnahme hier nicht ausreichend. Mittlerweile hatte man in dem betroffenen Unternehmen Brandversuche mit dem verwendeten Isoliermaterial durchgeführt und war erstaunt, wie leicht es sich entzündete.

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