Vor- und Nachteile der Grundkonzepte zum Leckageschutz

Erkennung der Schäden

Die grundsätzlichen Vor- und Nachteile der verschiedenen Detektionsarten wurden schon auf der Seite Erkennung eines Leitungswasserschadens erwähnt. Welche Detektionsart im konkreten Einsatzfall gewählt werden sollten, hängt von den Randbedingungen ab. Wenn z.B. in einem bestimmten Raum keinesfalls größere Wassermengen austreten dürfen, wird mit konduktiven Wassermeldern der beste Schutz erreicht. Das kann z.B. ein Serverraum sein. Ein ganzes Gebäude mit solchen Meldern zu schützen, erfordert aber einen hohen Installationsaufwand. Die Funktechnik kann den Installationsaufwand verringern. Dafür müssen dann regelmäßig Batterien gewechselt werden. Es entsteht also ein erhöhter Wartungsaufwand.
Werden Turbinen als Sensoren verwandt, ist der Installationsaufwand deutlich geringer und damit kostengünstiger. Jedoch muss im Schadenfall eine größere Menge austretendes Wasser akzeptiert werden.
Kosten und Nutzen der verschiedenen Ansätze sollten deshalb für den konkreten Fall gegeneinander abgewogen werden.
Mikroleckagen können nur mit Drucksensoren erkannt werden. Die austretenden Wassermengen sind pro Zeiteinheit so gering, dass die Turbinen von Leckagedetektoren – aber auch von Wasserzählern – nicht anlaufen und sie damit nicht erkennen.
Auch für konduktive Wassermelder sind die austretenden Wassermengen in der Regel für eine Detektion zu gering. Ungeachtet dessen, können Mikroleckagen ganz erhebliche Schäden anrichten – durch die Durchfeuchtung ganzer Gebäude über Monate und Jahre.
Geräte, die über mehrere Detektionsarten verfügen, lassen sich für den konkreten Einsatzzweck am besten konfigurieren.
Auf die Detektion von Mikroleckagen sollte nicht verzichtet werden.

Absperrung

Die meisten der vorgestellten Systeme sperren die Installation über einen motorgetriebenen Kugelhahn ab. Wenn solche Hähne lange nicht bewegt werden, neigen sie zur Schwergängigkeit. Eine interne Funktion der Apparatur, die den Hahn regelmäßig öffnet und schließt, ist deshalb von Vorteil. Ein Festsetzen wird so vermieden. Das ist zum Beispiel bei dem Gerät SYR Safe T connect der Fall. Hier wird einmal pro Tag der Kugelhahn geschlossen, um mögliche Mikroleckagen durch Druckabfall zu deetektieren.
Ein weiteres Charakteristikum der Geräte mit Kugelhahn ist: Die Absperrung erfolgt relativ langsam. Druckstöße durch die Absperrung werden so vermieden. Druckstöße können eine Installation schädigen.
Bei einem Magnetventil vollzieht sich die Absperrung dagegen schnell. Das kann grundsätzlich zu Druckstößen führen, die die Installationen schädigen können. Beim SEPP-SAFE wurde dem konstruktiv Rechnung getragen, so dass hier keine schädigenden Druckstöße auftreten.

Alarmierung

Die Frage der Alarmierung ist eine ganz wesentliche. Denn die Schadenhöhe hängt nicht nur von der ausgetretenen Wassermenge – sondern auch von der Einwirkungszeit des Wassers auf Gebäude und Einrichtungen ab.
Sinnvollerweise sollte man unterscheiden zwischen Gebäuden, in denen immer Personen anwesend sind und solchen, wo das nicht der Fall ist. Sind immer Personen anwesend, stellt die Absperrung der Wasserzufuhr auch eine Alarmierung dar. Blinkende Leuchtdioden am Gerät und Summer sind dann nur eine Ergänzung. Sind nicht immer Personen anwesend, wird die Absperrung der Wasserzufuhr nicht automatisch bemerkt. Optische und akustische Signale am Gerät können auch nicht wahrgenommen werden.

Die Alarmierung über Mail ist deshalb eine sehr wertvolle Eigenschaft eines Leckageschutzsystems.

Einige Systeme haben Schnittstellen, über diese sie an Gefahrenmeldeanlagen angeschlossen werden können. Dazu sind dann aber individuelle Anpassungen notwendig, die in diesem Rahmen nicht diskutiert werden können.

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