Automatische Alarmierung

Im Falle eines Leitungswasserschadens hängt die Schadenhöhe ganz wesentlich von der Menge des ausgetretenen Wassers ab. Aber es kommt ein zweiter Gesichtspunkt mit Einfluss auf die Schadenhöhe dazu: Die Einwirkungszeit des Wassers auf Gebäude und Inventar.

Es ist kein Zufall, dass gerade bei großen Schäden ein verhältnismäßig langer Zeitraum zwischen Schadeneintritt und Schadenentdeckung liegt. Es ist nicht nur die verlängerte Einwirkungszeit des Wassers, die zu größeren Schädigungen von Gebäudesubstanz und Einrichtungen führt. Solange der Schaden nicht entdeckt ist, tritt auch ständig weiteres Wasser aus und trägt so zur Vergrößerung des Schadens bei.
Ein im Urlaub schadenbedingt voll gelaufener Keller im Einfamilienhaus oder das während der Schulferien durch einen Wasserschaden zerstörte Schwingparkett einer Turnhalle sind klassische Schadenbilder, die immer wieder vorkommen.

Leckageschutzsysteme können im Falle eines Leitungswasserschadens das Hauptventil automatisch absperren. Der weitere Austritt von Leitungswasser wird so verhindert und der Schaden begrenzt. Da aber immer eine bestimmte Wassermenge austritt, bevor ein Schaden durch Leckageschutzsysteme detektiert wird, kann dieses Wasser mehr oder weniger lang einwirken und so tendenziell schadenvergrößernd wirken. Insofern kommt der schnellen Alarmierung des Betreibers nach einem Schaden große Bedeutung zu.

Optische oder akustische Signale zur Alarmierung im Schadenfall sind heute Standard bei Leckageschutzsystemen. Diese Signale sind aber nur wahrnehmbar, wenn der Betreiber anwesend ist. Seit einiger Zeit ist aber ein System am Markt, das im Schadenfall eine Mail an den Betreiber oder andere ausgewählte Adressaten verschickt. Es ist wünschenswert, dass sich diese Art der Alarmierung als neuer Standard etabliert. Auf diese Weise können sowohl die ausgetretene Wassermenge als auch die vergangene Zeit zwischen Schadeneintritt und Schadenentdeckung minimiert werden.

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