Brandursachenermittlungen

Die Ermittlung von Brandursachen ist eine Kernaufgabe des IFS, auf die Mitarbeiter an allen Standorten spezialisiert sind. Neben dem Hauptstandort in Kiel betreibt das IFS weitere Standorte im Bundesgebiet. So können die Gutachter bei Bedarf schnell am Schadenort sein.

Vor Ort und im Labor – der Ursache auf der Spur

Die Ursachenermittlung beginnt zumeist mit der Untersuchung der Brandstelle. Die Gutachter gehen dabei nach definierten Qualitätsstandards vor. Viele von ihnen sind öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Vor Ort wird der Schaden sorgfältig dokumentiert, der Brandausbruchsbereich bestimmt und in diesem nach der Zündquelle gesucht. Elektrotechnische Geräte, die möglicherweise brandursächlich sind, werden in der Regel im Labor untersucht. Waren die Brandursachenermittler nicht selbst vor Ort, so können sie anhand von übersandten Asservaten feststellen, ob ein Gerät oder eine Gerätekomponente das Feuer ausgelöst hat.

Um Schadenverläufe zu rekonstruieren, werden im IFS Brandversuche durchgeführt. Sie geben Aufschluss über die Plausibilität eines beschriebenen Schadenhergangs und liefern wertvolle Erkenntnisse für die Schadenverhütung.
Für größere Brandversuche betreibt das IFS in Kiel ein Brandversuchshaus, das häufig auch für Projekte in Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr und Medien genutzt wird.

Mit einem Photoionisationsdetektor (PID) werden Reste von flüssigen Brandlegungsmitteln aufgespürt.
Mit einem Photoionisationsdetektor (PID) werden Reste von flüssigen Brandlegungsmitteln aufgespürt.

Gutachten und Sachstandsberichte dokumentieren die Untersuchungsergebnisse. Zudem fließen sie in Datenbanken ein und werden als Grundlage für die Schadenforschung genutzt. Eine Brandursachenermittlung klärt im Einzelfall Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus detektiert der Fachbereich Feuer Schadentrends und Risiken. Seine Arbeit trägt zu Produktverbesserungen bei und ist wegweisend für die Schadenverhütung.

Die genaue Ursache eines Feuers oder einer Explosion zu kennen, ist die Voraussetzung für jedes weitere Vorgehen. Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizei nehmen das Know-how der Brandursachenermittler ebenso in Anspruch wie Versicherungsunternehmen und private Kunden.