Kühlflüssigkeit tropft auf CT

Das Klimagerät in der Zwischendecke: Die Pfeile markieren Spuren einer ausgetretenen Flüssigkeit.
Das Klimagerät in der Zwischendecke: Die Pfeile markieren Spuren einer ausgetretenen Flüssigkeit.

Wegen einer Leckage an der Klimaanlage fiel der Computertomograph (CT) einer Klinik aus. Noch während die neu installierte Anlage befüllt wurde, war Kühlflüssigkeit aus einer Schraubverbindung in der Zwischendecke auf das teuere medizinische Gerät getropft. Als der Installateur dies bemerkte, versuchte er, die Schraubverbindung fester anzuziehen. Doch trotz aller Bemühungen gelang es ihm nicht, die Undichtigkeit zu beseitigen.

Als ein IFS-Gutachter später die Schadenstelle untersuchte, konnte er an dem Klimagerät in der Zwischendecke deutlich die Spritz- und Ablaufspuren der ausgetretenen Kühlflüssigkeit sehen.

Bei der Prüfung des Gerätes stieß er auf eine undichte Schraubverbindung zwischen dem Ventil des Klimagerätes und einem angeschlossenen Wellschlauch. Die Verbindung war augenscheinlich ordnungsgemäß hergestellt worden. Der Monteur hatte dafür das vom Hersteller gelieferte Ventil-Kit benutzt. Doch bei der Laboruntersuchung im IFS zeigte sich, dass es mit den vorhandenen Komponenten nicht möglich war, den Anschluss dicht zu verschrauben. Zudem waren in der Montageanleitung nicht alle Bestandteile des Ventil-Kits eindeutig beschrieben.

Die Verbindung zwischen Ventil und Wellschlauch ist undicht.
Die Verbindung zwischen Ventil und Wellschlauch ist undicht.

Das Ventil (1) mit den angeschlossenen Zuleitungen (2 und 3), den metallenen Wellschläuchen (4 und 5) und den verwendeten Dichtungen (6 und 7)
Das Ventil (1) mit den angeschlossenen Zuleitungen (2 und 3), den metallenen Wellschläuchen (4 und 5) und den verwendeten Dichtungen (6 und 7)

Für die undichte Verbindung war also der Hersteller des Klimagerätes verantwortlich. Doch die Entstehung des hohen Sachschadens war auch darauf zurückzuführen, dass das Klimagerät direkt über dem CT installiert wurde. Der Computertomograph war erst eine Woche zuvor in den Raum gestellt worden. Dass er während des erstmaligen Befüllens der Anlage direkt unter dem Klimagerät stand, war zumindest ungeschickt.

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