Kellerbrand wegen defekter Waschmaschine

Die Waschmaschine wird im Elektrolabor untersucht.
Die Waschmaschine wird im Elektrolabor untersucht.

Bevor sie am Morgen aus dem Haus gegangen war, hatte eine Frau die Waschmaschine im Keller eingeschaltet. Bei ihrer Rückkehr konnte sie das Gebäude nicht mehr betreten. Dichter Brandrauch quoll aus ihrem Zuhause. Sie rief die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte konnten das Feuer auf den Kellerraum eingrenzen, in dem die brennende Maschine stand. Ein IFS-Gutachter prüfte später vor Ort, ob die Flammen tatsächlich von dem Gerät ausgegangen waren. Als sich dies bestätigte, asservierte er es für eine Untersuchung im Elektrolabor.

Blick von oben in die ausgebrannte Waschmaschine.
Blick von oben in die ausgebrannte Waschmaschine.

Während der Motor und die Heizung nahezu unbeschädigt waren, gab es ausgeprägte Brandschäden im vorderen, oberen Bereich, in dem die Bedienblende montiert war. Auch der hintere, untere Teil der Maschine war stark verbrannt.

Der Gutachter barg die elektrischen Bauteile und Leitungen aus dem Gehäuse. An mehreren Stellen der Leitungsadern fand er stromflussbedingte Schmelzspuren. Wegen der starken Brandzehrungen konnte er die Schmelzspuren nicht mehr zuordnen. Dennoch belegten sie zweifellos, dass ein technischer Defekt in der Waschmaschine das Feuer verursacht hatte.

Die elektrischen Bauteile und Leitungen wurden aus der Maschine geborgen.
Die elektrischen Bauteile und Leitungen wurden aus der Maschine geborgen.

Die Versicherungsnehmer hatten das Gerät knapp drei Jahre zuvor in einem Großmarkt gekauft. Auf der Rechnung wurde es nur als „Waschautomat MWH1450S“ bezeichnet. Bei Internetrecherchen fand der Gutachter heraus, dass unter der Handelsmarke „HEC“ Waschmaschinen mit dieser Bezeichnung vertrieben wurden. HEC ist wiederum eine Marke der Haier Deutschland GmbH, die auch unter dem Namen „Haier“ Waschmaschinen anbietet.

Über weitere Brände an Haier-Waschmaschinen sowie eine Reparaturaktion des Herstellers in Großbritannien und Irland berichten wir im IFS-Report 01/2016.

Diesen Beitrag weiterempfehlen