Fünf Brandorte lassen keinen Zweifel

In der Behandlungskabine hat es in einer Raumecke gebrannt.
In der Behandlungskabine hat es in einer Raumecke gebrannt.

Wie üblich verließ die letzte Mitarbeiterin gegen 18 Uhr ihren Arbeitsplatz und schloss das Kosmetik- und Wellnessstudio hinter sich ab. Drei Stunden später wurde ein Passant auf ein Feuer in den Betriebsräumen aufmerksam, die sich im Erd- und Untergeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses befanden. Er rief die Feuerwehr.

Später untersuchte ein IFS-Gutachter die Brandstelle, um die Ursache für das Feuer zu ermitteln. Diese findet man gewöhnlich am Ausbruchsort.

Auf der Behandlungsliege zeichnet sich eine Brandspur in Form eines gefalteten Handtuchs ab.
Auf der Behandlungsliege zeichnet sich eine Brandspur in Form eines gefalteten Handtuchs ab.

Davon gab es in diesem Fall aber gleich fünf, und sie waren recht weitläufig über die verschiedenen Räume verteilt. So hatte in einer Behandlungskabine offensichtlich ein Stapel Handtücher gebrannt, der in einer Ecke gelegen hatte. Der Gutachter nahm an dieser Stelle eine Probe, und bei der späteren Laboruntersuchung wurden Reste von Vergaserkraftstoff oder einer ähnlichen brennbaren Flüssigkeit gefunden.

Auf einer Behandlungsliege, die vor dem Löscheinsatz im Kellerflur gestanden hatte, zeichnete sich eine Einbrennung mit der Form eines gefalteten Handtuchs ab. An anderer Stelle war das Kopfende einer Massageliege verbrannt, und auch an einer Kommode gab es Brandzehrungen.

Die größten Brandschäden gibt es in der Personalküche.
Die größten Brandschäden gibt es in der Personalküche.

Besonders stark waren die Zerstörungen in der Personalküche ausgeprägt. Dort hatten die Flammen von einigen Möbeln kaum etwas übrig gelassen.

Die fünf voneinander getrennten Brandorte ließen sich nur durch eine Brandstiftung erklären, denn eine Brandübertragung von einem zum anderen war unmöglich. Auf einem Video, das jemand kurz vor Beginn des Löscheinsatzes mit einem Mobiltelefon aufgenommen und ins Internet gestellt hatte, waren Flammen zu sehen, die aus dem rechten der beiden Küchenfenster schlugen. Vermutlich hatte der Brandstifter dieses Fenster aufgebrochen, um ins Gebäude zu gelangen.

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