Brandgefährliches Lagergut

Büro (1) und Lagerbereich (2) der Halle
Büro (1) und Lagerbereich (2) der Halle

Eine Halle mit Büros und Lagerraum wurde bei einem Feuer weitgehend zerstört. Am Schadentag hatten mehrere Mitarbeiter einen Knall gehört. Dann sahen sie Flammen auf den Paletten im Lager. Ihre eigenen Löschversuche scheiterten. Erst die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen.

Beim Lagergut handelte es sich um Altbatterien – sehr viele Altbatterien: Acht Tonnen sollen sich in dem Gebäude befunden haben, erfuhr der beauftragte Brandursachenermittler des IFS. Seiner Einschätzung nach konnte die Menge aber auch größer gewesen sein.

In der Halle liegen mehrere Kubikmeter Altbatterien.
In der Halle liegen mehrere Kubikmeter Altbatterien.

Die Batterien hatten sich in Kunststoffsammelbehältern befunden, wie sie zum Beispiel für die Batterierückgabe in Supermärkten verwendet werden. Die Behälter wiederum standen zu je 36 Stück auf Paletten und waren in eine Folie eingeschlagen. Weder von den Paletten noch von den Kunststoffbehältern hatte das Feuer etwas übrig gelassen. Als er an der Schadenstelle eintraf, stellte der Gutachter mit einem pH-Indikatorpapier fest, dass das Löschwasser zum Teil stark alkalisch war. Ein gefahrloses Betreten der Halle war darum nicht möglich.
Es sind unterschiedliche Bauformen, auch Li-Ionen-Akkus, dabei.
Es sind unterschiedliche Bauformen, auch Li-Ionen-Akkus, dabei.

In den riesigen Batteriehaufen lagen ganz unterschiedliche Bauformen. Auch Lithium-Ionen-Batterien befanden sich darunter, teilte man dem Gutachter mit. Diese Bauform zeichnet sich durch eine hohe Energiedichte aus. Allerdings ist der Preis dieser Leistungsstärke ein erhöhtes Brandrisiko, wie das IFS bereits in mehreren Schadenfällen festgestellt hat.
Altbatterien werden allgemein in der Abfallverzeichnisverordnung als gefährlicher Abfall eingestuft. Für ihre Lagerung ist eine Genehmigung erforderlich. Die Energie der Batterien in der Halle reichte auf jeden Fall aus, um brennbares Material zu entzünden. Zudem wurden die Paletten am Vortag des Schadens bewegt, und dadurch erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit für Kurzschlüsse.

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