Brandgefahr durch Siemens-Wäschetrockner

Einer der vom IFS untersuchten Wäschetrockner: Deutlich ist der Brandschwerpunkt im oberen rechten Bereich des Gerätes zu erkennen.
Einer der vom IFS untersuchten Wäschetrockner: Deutlich ist der Brandschwerpunkt im oberen rechten Bereich des Gerätes zu erkennen.

Durch einen Defekt auf der elektronischen Platine in der Bedieneinheit können bestimmte ältere Wäschetrockner der Marke Siemens in Brand geraten – wir berichteten im IFS-Report 2/2014.

Die Bosch- und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) hat sich nun für eine „freiwillige Sicherheitsmaßnahme“ entschieden und informiert auf ihrer Internetseite über das Brandrisiko. Man wolle in den kommenden Wochen zudem Anzeigen in Print- und Onlinemedien schalten, um möglichst viele Verbraucher zu erreichen.

Die Brandgefahr kann durch eine Reparatur vor Ort beseitigt werden, die von einem Siemens-Servicetechniker kostenlos durchgeführt wird. Ob ein Gerät betroffen ist, kann man auf einer dafür eingerichteten Internetseite anhand der Modell- und Chargennummer prüfen

Ist ein Gerät betroffen, so sollte es bis zur Reparatur „nur unter Aufsicht (…) und nicht nachts betrieben werden“, heißt es in der Mitteilung der BSH. Dort wird der Defekt Wäschetrocknern aus dem Produktionszeitraum Januar bis Mai 2002 zugeordnet. Dies deckt sich mit dem vom IFS erkannten Schwerpunkt bezüglich des Produktionszeitraums. Allerdings haben wir auch einzelne Wäschetrockner aus den Produktionsjahren 2001 und 2003 untersucht, bei denen es wegen des gleichen Defekts zum Brand gekommen war. In allen untersuchten Fällen kam es zu einem Flammenbrand im oberen Bereich des Gerätes und zum Teil zu umfangreichen Folgeschäden.

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